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Die Bodenplatte als Fundament für den neuen Pool: So wird sie erstellt

Die Sonne brennt vom Himmel und keine Abkühlung ist in Sicht. Viele Eigenheimbesitzer träumen an solchen Tagen vom Pool im eigenen Garten. Mit der richtigen Anleitung und handwerklichem Geschick, sorgt der selbstgebaute Pool bald für sommerliches Badevergnügen. Ein wichtiger Schritt beim Bau eines Pools ist die Herstellung der Bodenplatte. Diese ist wichtig um den hohen Druck der Wassermasse gleichmäßig auf den Boden zu verteilen. Folgende Schritte helfen beim Anfertigen.

Was ist eine Bodenplatte?

Die Grundlage eines Bauwerkes, ob Gebäude oder in diesem Fall ein Pool ist immer ein Fundament. Dieses hat eine essentielle statische Aufgabe, nämlich die anfallenden Lasten optimal auf den Boden zu übertragen und gleichmäßig zu verteilen. Eine gute Bodenplatte schützt das Bauwerk vor Eigenbewegungen des Bodens, die beispielsweise durch Hitze- oder Kälteeinwirkung entstehen können. So werden Risse am Mauerwerk vermieden. Als Untergrund der Bodenplatte dient ein sogenannter Frostkoffer. Dieser ist notwendig um Wasser unter dem Fundament nach unten zu leiten und ein Anheben der Bodenplatte bei Frost zu vermeiden.

Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Bodenplatte

Da die Bodenplatte in den Aushubschacht für den Pool eingebaut wird, muss zunächst der Boden an der ausgewählten Stelle ausgekoffert werden. Dazu benötigt der Bauherr ein Nivelliergerät, ein Messinstrument mit dem Höhenunterschiede gemessen und waagerechte Flächen hergestellt werden. Beim Aushub sollte rund um die Bodenplatte etwa ein halber Meter mehr eingeplant werden, um Platz zum Arbeiten in der Grube zu haben. Die Tiefe wird so bemessen, dass das fertige Schwimmbecken circa 20-30 Zentimeter aus dem Boden herausragt.

So läuft kein Regenwasser aus dem Garten in das Becken hinein. Für die Ausschachtung wird außerdem ein Bagger benötigt. Um sich ein Bild über die Ausmaße des geplanten Pools machen zu können, wird die Bodenplatte im Vorhinein abgesteckt. Eventuell nötige Korrekturen sind jetzt noch einfach möglich. Den Technik- sowie den Versorgungsschacht vom Haus zum Pool ebenfalls abstecken. Der Schacht für die Wasserrohre wird mit leichtem Gefälle angelegt, um die Leitungen im Winter entleeren zu können. Stromkabel und Wasserrohre werden mit circa 20 Zentimetern Erde bedeckt und mit Warnband oder Warnplatten gekennzeichnet. So werden die Leitungen bei eventuell notwendigen Sanierungsarbeiten sofort wiedergefunden.

Stärke der Bodenplatte

Die Bodenplatte sollte eine Stärke zwischen 20 und 30 Zentimetern haben. Je nach Grundfläche des Pools wird die die benötigte Betonmenge berechnet. Für eine Poolgröße von 8 x 4 Metern rechnet der Handwerker bei einer 0,25 Meter starken Platte mit etwa 9 m³ Beton (C25). Um eine schöne, eben gegossene Fläche zu erhalten, empfiehlt sich eine Anlieferung mit dem Betonmischer. Um dem Beton die notwendige Stabilität zu verleihen, werden zwei Lagen Q80 Baustahlmatten eingesetzt. Die Dicke des bereits erwähnten Frostkoffers beträgt je nach Witterungsbedingungen am jeweiligen Wohnort zwischen 10 und 60 Zentimetern. In Gebieten mit gemäßigter Wetterlage sollte eine Dicke von 10 bis 20 Zentimetern Schotter ausreichen. Aber auch Erfahrungswerte von Freunden können hier hilfreich sein. Der Frostkoffer besteht aus kantigem Steinmaterial mit Feinteilchen, auch Wandschotter genannt. Für den Frostkoffer empfiehlt sich die Verwendung von Schotter mit 30'er Körnung.

Einschalung einbringen

Bei diesem Arbeitsschritt muss sehr genau gearbeitet werden, daher kommt an dieser Stelle wieder das Nivelliergerät zum Einsatz. Mit diesem kann fast millimetergenau gemessen werden. Da die Bodenplatte ringsum rund 5 Zentimeter größer ist, als das fertige Mauerwerk, muss dies beim Einschalen entsprechend berücksichtigt werden. Nach dem Verdichten der Schotterschicht unter dem Fundament mithilfe einer Rüttelplatte, wird die Außenschalung angebracht. Anschließend wird eine Folie innerhalb der Schalung ausgelegt. Diese verhindert das Diffundieren von Wasser in den Beton der Bodenplatte. Die Lage Baustahlgitter (Q80) wird nun auf die Folie gelegt. Um beim Einschalen vier rechte Winkel zu erhalten, misst man auf einer Schalungsseite 3 Meter, auf der anderen Seite 4 Meter aus. Wenn von diesen Messpunkten aus die Diagonale genau 5 Meter misst, hat man einen rechten Winkel. Diese Vorgehensweise lässt sich vom Satz des Pythagoras ableiten. (a²+b²=c²). Eine weitere Methode ist einfach mit dem Meterstab durchführbar. Dieser hat in der Regel Markierungspunkte für einen rechten Winkel. Wird der Meterstab an drei Seiten geknickt, sodass dieser wie die Zahl vier aussieht, kann er als Winkelmessgerät verwendet werden.

Rohre und zweite Lage Baustahlgitter einsetzen

Nachdem die Verrohrung des Pools für den Einbau vorbereitet wurde, kann diese nun an der Bodenplatte fixiert werden. Für diese Arbeit eignet sich Kabelbinder. Dazu einfach die PVC-Rohre unten an den Stahlmatten befestigen. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass die Rohre beim Betonieren aufschwemmen. Beim Setzen der Rohre ist darauf zu achten, die Bodeneinlaufdüsen und den Bodenablauf exakt an der Oberkante anzubringen. Nach dem Befestigen der Rohre ist das Auslegen der zweiten Lage Baustahlgitter (Q80) mit Hilfe von Abstandhaltern der nächste Arbeitsschritt.

Einschalung des Technikschachts

Der Technikschacht des Pools wird 50 Zentimeter tiefer als der Poolschacht ausgehoben, damit der Bauherr später aufrecht darin stehen kann. Die Rohre für die Düsen werden in ein Kanalrohr DN 100 gelegt, sodass sie beweglich bleiben und die Ventile im Laufe der Zeit einfach getauscht werden können. Das Erdungsband für den Fundamenterder und den späteren FI-Schalter wird zwischen den Stahlmatten verlegt.

Bodenplatte vergießen

Für das Vergießen der rund 10 m³ Beton lässt der Bauherr idealerweise einen Beton Fahrmischer mit Schlauch kommen. Auf diese Weise wird eine saubere ebene Fläche hergestellt. Je nach Fassungsvermögen der Mischtrommel werden 1-2 Anlieferungsfahrten eingeplant. Zunächst wird die Stufe des Technikschachtes zum Teil verfüllt. Danach erst wird mit dem Auffüllen der Bodenplatte begonnen. So lässt sich das Herauslaufen des Betons aus der Bodenplatte verhindern. Der Beton wird bis zur Oberkante der Einschalung verfüllt, gut verdichtet und anschließend an der Oberfläche glatt gezogen. Damit die erforderliche Betonhöhe durch das Abziehen nicht verändert wird, sollten im Vorhinein mehrere vertikale Pfähle angebracht werden.

Diese dienen beim Glätten als Orientierung. Zu einem späteren Zeitpunkt lässt sich mit einer Ausgleichsmasse eine noch glattere Fläche erzielen. Verstärkende Steckeisen werden in den noch frischen Beton eingesetzt. Werden die Rohre beim Verfüllen mit Beton verschmutzt, ist ein nachträgliches Entfernen, nachdem die Masse getrocknet ist, einfach möglich. Sollten die Betonarbeiten an einem heißen Sommertag stattfinden, ist es wichtig, die Oberfläche der Platte tagsüber, eventuell auch in den Folgetagen, mit einem Schlauch feucht zu halten. So werden ein Schwinden des Betons, sowie die spätere Bildung von Spannungsrissen vermieden. Sobald die Bodenplatte durchgetrocknet ist, dies ist nach etwa 2-3 Wochen der Fall, wird sie mit einem Gerät plan geschliffen.

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